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36. Rector u. Professor Dr. Rudolf Rauchenstein in Aarau (26) 37. Professor Dr. Wilhelm Rein in Eisenach (9) 38. Professor Dr. Ludwig Ross in Halle (2. 14) 39. Professor Dr. August Rossbach in Tübingen (17) 40. Gymnasiallehrer Dr. Moriz Schmidt in Oels (18. 46) 41. Professor Dr. Friedrich Wilhelm Schneidewin in Göttingen (27) 42. Gymnasialdirector Professor Dr. Julius Sommerbrodt in Anclam (63) 43. Privatdocent Dr. Franz Susemihl in Greifswald (8. 33. 40. 55. 69) 44. Gymnasiallehrer Dr. Georg Thilo in Naumburg (49) 45. Oberlehrer F. C. L. Trojel in Kolding (20. 28. 56) 46. Professor Dr. Ludwig Urlichs in Würzburg (23) 47. Professor Dr. Heinrich Weil in Besançon (35. 45. 64) 48. Gymnasialdirector Dr. Carl Wex in Schwerin (10) 49. Professor Dr. Friedrich Wieseler in Göttingen (31) 50. Gymnasialassistent Eduard Wurm in München (43).

Inhaltsverzeichnis.

(Die in Parenthese beigesetzten Zahlen beziehen sich auf das voranstehende

Verzeichnis der Mitarbeiter.)

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Seite 1. Mythologische Litteratur (35)

1 2. Ein Künstler Onetes (Onatas ?) in Erythrae in Ionien (38) 34 3. Anz. v. K. Prantl: Uebersicht der griechisch- römischen Philosophie (7)

37 4. Kleinere Litteratur der ciceronischen Schriften (14) 45. 109 5. Zu Livius (5)

59 6. Graeca quaedam in versus Latinos translata (15)

67 7. Ueber Begriff und Bedeutung der mythischen und heroi

schen Zeit, mit besonderer Rücksicht auf den homerischen
Sagenkreis (34)

71. 133 8. Anz. v. A. Boeckh: über das kosmische System des Platon (43)

98 9. Anz. v. J. Frei: der Rechtsstreit zwischen P. Quinctius und S. Naevius (37).

120 10. Ueber den Anfang von Livius Geschichte (48)

123 11. Stellen des Curtius im Pseudo-Kallisthenes (20)

125 12. Zu Sophokles (33)

168 13. Die Begriffe der Bewegung und des werdens bei Platon (7) 176 14. Anz. v. F. G. Welcker: Pnyx oder Pelasgikon? (38) 181 15. Vier Programme über Livius (16)

185 16. Kritische Miscellen (23. 8. 27)

202 17. Rhythmengeschlechter und Rhythmopoeie (39)

205 18. Aristarch-homerische Excurse. 2. (40)

220 19. Zur Litteratur von Sophokles Trachinierinnen (21) 228 20. Ueber prae und pro bei neglegere, contemnere u. ä. Ausdrücken (45)

246 21. Numas Schaltcyclus (29)

249 22. Die Schlacht an der Trebia (30)

252 23. Anz. v. Plini nat. hist. ed. L. Tanus. Vol. 1 (46) 256 24. Zur Kritik der Caesares des Aurelius Victor (27)

264 25. Ein Symbolum des Pythagoras (26)

268 26. Zur Litteratur der griechischen Lyriker (36)

269 27. Zur Litteratur von Aeschylos Agamemnon (41)

• 287 28. Bemerkungen zu Ciceros Rede für T. Annius Milo (45) 312 29. Anz. v. L. Mercklin: de Osculana pugna comm. (29) 334 30. Zur Litteratur der vergleichenden Sprachforschung (6) 337 31. Ueber einige Haartrachten des Alterthums (49)

357 32. Anz. v, C. Redlich: der Astronom Meton und sein Cyclus (29)

369 33. Anz. v. A. s. v. Noroff: die Atlantis nach griech. u. arab. Quellen (43)

375 34. H. Köchlys Ausgaben des Quintus Smyrnaeus (24) 389

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VIII

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Seite 35. Ueber Zahl und Anordnung der Arsen und Thesen in den

verschiedenen Rhythmengeschlechtern der antiken Mu-
sik (47) ·

396 36. Kleine Schriften über Homer

. 403 37. Zur homerischen Kritik (13)

412 38. Der Schiffskatalog der Ilias (9)

415 39. Anz. v. J. T. Wheeler: the geography of Herodotus (2) 422 40. Zur Litteratur des Platon und Aristoteles (7. 43)

434

! 41. Zu Aelians Thiergeschichte (18)

450 42. Zu Parthenius und Antoninus Liberalis (18)

452 43. Anz. y. K. Nipperdey: emendationes historiarum Taciti (50) 454 44. Anz. v. Caecilii Balbi de nugis philosophorum quae supersunt ed. E. Woelfflin (27)

. 459 45. Zu Vergilius und Pseudo-Vergilius (23. 47)

. 467 46. Die beiden neusten Ausgaben des Suidas (40)

469. 775 47. Archaeologische Beiträge zu Horatius (12)

500 48. Beitrag zur Erklärung von Caesar Bell. Gall. VII 23 über die Bauart der gallischen Mauern (25)

511 49. Anz. v. L. Spengel: über die Kritik der varronischen Bücher de lingua Latina (44)

521 50. Zu Cicero de officiis (23)

536 51. Ueber die kritische Benutzung der homerischen Homony(11)

537 52. Anz. ".'G. F. Hertzberg: Alkibiades der Staatsmann und Feldherr (17).

552 53. Anz. v. F. Susemihl: die genetische Entwicklung der platonischen Philosophie. 1r Thl. (7)

573, 759 54. Die griechischen Grammatiken von F. T'hiersch' und Phi Buttmann (3)

609 55. Anz. v. G. F. W. Suckow: 'die Form der platonischen Schriften (43)

626. 699 56. Ueber den Zweck der Reise des Milo nach Lanuvium (45) 643 57. Anz. v. K. Halm: über Ciceros Rede pro C. Rabirio Postumo (21)

647 58. Bemerkungen zu dem sogenannten Caecilius Balbus (9) 654 59. Anz. von: Jahrbücher des Vereins rheinländischer Alterthumsfreunde. XX u. XXI. (22) ...

661 60. Anz. v. 0. Lorenz: über das Consulartribunat (28) . 671 61. Anz, y. K. Friederichs: Praxiteles und die Niobe

675 62. Ueber Xenophons Cyropaedie I 6, i (31)

714 63. Zu Lucians entówv diddoxalos (42)

717 64. Bemerkungen zu Horatius (47)

720 65. Zu K. Halms 2r Ausgabe von Ciceros Rede pro Sulla (15) 723 66. Emendantur duo loci T. Livii (10)

726 67. Nochmals über die Schlacht an der Trebia. A. (5) B. (4). 729 68. Metrische Uebersetzung der ersten Scene von Schillers Braut von Messina (27)

740 69. Anz. v. c. Kruse: de Aeschyli Oedipodea (43)

743 70. Aristophanea (15)

752 71. Zu Lysias und Sallustius (23)

800 Berichtigungen im Jahrgang 1855

802

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Erste Abtheilung

herausgegeben von Alfred Fleckeisen.

1. Mythologische Litteratur.

Ich setze im folgenden die von mir früher in dieser Zeitschrift Bd. LXVIII S. 377–398 angefangene Uebersicht der mythologischen Litteratur fort, die wieder eine reiche Ausbeute geliefert hat, sowol an Monographien als an systematischen Uebersichten und Handbüchern. Ich werde zuerst jene, dann diese zur Sprache bringen.

1) Das Wesen und Wirken des Hermes. Ein Beitrag zur Philosophie der Mythologie, von Dr. Wehrmann. Erster und zweiter Theil: (Jahrbuch des Paedagogiums zum Kloster U. L. F. zu Magdeburg. N. F. 13s und 16s Heft). Magdeburg, bei W. Heinrichshofen. 1849 und 52. 34 und 23 S. 4.

Eine vorzügliche Abhandlung, die von einer gründlichen wissenschaftlichen, namentlich auch philosophischen Bildung zeugt, aber darin fehlgreift, wie es uns wenigstens scheint, dasz sie philosophische Lehrsätze, zunächst die der platonischen Philosophie, zur Erklärung der mythologischen Vorstellungen herbeizieht. Die philosophischen Principien, welche Platon im Philebos als ärstgov, régag und airla d. h. als causa materialis, formalis und efficiens aufstellt und die er aus religiösen Vorstellungen hergeleitet zu haben scheine, sollen die in der Mythenbildung des griechischen Volkes gleichsam instinctmäszig wirkenden Grundideen gewesen sein. Zeus sei z. B. die wirkende Ursache schlechthin gewesen, der primus motor und unbedingte Herscher über die Materie, Hera die der Formierung widerstrebende Materie, Aphrodite die Macht welche in der Materie durch Annahme des régag die vollkommene Harmonie aller Theile und damit die Schönheit hervorbringe, Poseidon die Kraft welche in der Materie so waltet, dasz dieselbe der Wirksamkeit des idealen Princips zugänglich wird, Hades die dunkle Gewalt der Materie, welche dem Zeus nicht unter- sondern nebengeordnet erscheint usw.: lauter Abstractionen welche hin und wieder wol das wahre Wesen der griechischen Götter berühren, dasselbe aber nie treffen, da es viel zu

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concret ist, um sich in solche abstracte Schemata einzwängen zu lassen. Auch braucht man zu solchen ganz allgemeinen Begriffen wie denen der ersten Ursache, der Materie usw. doch wirklich nicht die platonische Philosophie, die überdies in ihren dialektischen Abschnitten durchaus nicht ein so intimes Verhältnis zur Volksreligion und Mythologie haben möchte wie der Vf. annimmt. Im Gegentheil gerade Platon, obwol er mit mythologischen Vorstellungen und Bildern zu spielen liebt, gehört bekanntlich zu den Philosophen, welche sich der populären d. h. wesentlich auf dem Epos (Homer und Hesiod) beruhenden Mythologie am schroffsten entgegengestellt haben, wie denn auch der ganze Geist seiner Philosophie eine gröszere Verwandtschaft mit dem Christenthum und der geoffenbarten Religion als mit dem Heidenthum hat.

Insofern also möchte sich der Vf. durch seine Vorliebe für Platon, über dessen Philosophie er früher geschrieben hat (Platonis de summo bono doctrina, Berol. 1843), in eine falsche Bahn haben führen lassen. Im übrigen aber enthalten beide Abhandlungen viel schönes und förderliches, sowol über mythologische Methode im allgemeinen als über den Gott Hermes und sein Wesen und wirken insbesondere. So wird im In Theile mit vieler Einsicht über die Frage gesprochen, inwieweit die Namen der Götter und deren Etymologie, auf welche insgemein zu viel Gewicht gelegt wird, eine entscheidende Wichtigkeit habe, desgleichen über das Verhältnis der epischen, namentlich homerischen Mythologie zur localen, bei welcher Gelegenheit der Vf. erhebliche Einwendungen gegen die Müllersche Methode macht, über die physikalische Mythendeutung usw. Voran geht eine Entwicklung der Bedeutung des Hermes bei Homer, dann folgt eine Untersuchung über seineu Namen, die zu dem in den meisten Fällen giltigen Resultate führt dasz nicht in der Namenerklärung der Beweis für die Richtigkeit eines aufgestellten Begriffs liege, sondern umgekehrt aus dem anderweitig sich ergebenden Begriffe die Richtigkeit der Namendeutung sich bewähren müsse.' Darauf wird der physikalischen Mythendeutung die Richtigkeit ihrer Voraussetzung zugegeben, dasz die ältesten Mythologumena ein Ausdruck für ein wissen von der Natur seien, welches nicht das einer Wissenschaft, aber auch nicht das von ganz rohen Naturmenschen gewesen sei; sondern als ahnungsreiche, sinnige Kinder, deren eingeweihten Blicken alles eines Gottes Spur zeigte' habe man sich die Griechen in der vorhistorischen Zeit der Mythenentstehung zu denken.

Das Wesen des Hermes wird im wesentlichen so aufgefaszt, wie der unterz. im Artikel Mercurius der stuttgarter Realencyclopaedie es aufgefaszt hatte (worauf auch verwiesen wird): Hermes sei die thälige, ausführende, demiurgische Gotteskraft im weitesten Sinne des Wortes, die durch alle Gebiete der Welt und das leibliche sowol als das geistige hindurchgeht, daher Hermes selbst mit gleicher Rüstigkeit im leiblichen wie im geistigen begabt sei und seine alles vermittelnde Wirksamkeit nicht blosz die praktischen Bewegungen des

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