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Medicinisches

Schriftsteller-Lexicon

der

jetzt lebenden
Aerzte, Wundärzte, Geburtshelfer,
Apotheker, und Naturforscher

aller gebildeten Völker.

VO

Adolph Carl Peter Callisen,
Doctor der Medicin und Chirurgie, ordentlichem öffentlichen
Professor an der Königl. chirurgischen Academie zu Copen-
hagen, Regimentschirurgus des Ersten Leibregiments zu Fuss,
ordentlichem Mitgliede des Königl. medicinisch-chirurgischen
Gesundheitscollegii für Dännemark, der Direction der Königl.
chirurgischen Academie, und der Königl. medicinischen

Gesellschaft in Copenhagen.

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Erster Band. A-Ba.

e Copenhagen, 1830.
Auf Kosten des Verfassers gedruckt im Königl. Taubstummen-Institute

zu Schleswig.

Zu haben beim Verfasser in Copenhagen, und in Commission im
Königl. Taubstummen-Institute in Schleswig, bei Carl Cnobloch

in Leipzig, und bei Reitzel in Copenhagen,

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Die allgemeine Regsamkeit anserer Schriftsteller, wodurch die medicinische Literatur mehr und mehr zu einer fast unübersehbaren Masse anwächst, erweckt das Bedürfniss einer vollständigen Uebersicht derselben, nicht nur der erschienenen Schriften, sondern auch der einzelnen Beobachtungen, Ansichten, Heilungsgeschichten und anderen Aufsätze aller Art, welche in grössern oder kleinern Schriften, Jour nalen, Sammlungen u. s. W. zerstreut liegen, und ein solches Werk zu liefern, schien mir kein unverdienstlicher Versuch zu seyn,

Bei der Ausführung dieses Unternehmens wählte ich die alphabetische, Ordnung der Schriftsteller : theils um den in alphabetischen Realwörterbüchern unvermeidlichen Wiederholungen vorzubeugen, theils um Gelegenheit zu haben, auch wo möglich über die

die Verfasser und ihre Lebensumstände kurze Notizen hinzufügen, und zugleich den Leser mit einem Blicke übersehen lassen zu können, was der Fleiss eines jeden Schriftstellers für unsere Wissenschaft geleistet habe. Damit aber

durch diese Anordnung ein Hauptzweck dieses Werkes nicht verfehlt werde, nämlich, dass es ein RealRepertorium der gesammten, auf die Heilkunst Bezug habenden Literatur abgeben könne: so wird am Ende desselben ein vollständiges Register hinzugefügt werden, welches zugleich diejenigen Namen enthalten wird, welche in den mitgetheilten Auszügen und bei anderen Gelegenheiten beiläufig vorkommen. Uebrigens nöthigte mich 'der ungeheure Umfang der medicinischen Literatur, sie unter zwei Hauptabtheilungen zu bringen, jenachdem die Verfasser verstorben sind oder noch leben, und erscheint jetzt zuerst die Literatur der lebenden medicinischen Schriftsteller, welche eine Uebersicht der neuesten Leistungen aller cultivirten Völker gewährt, und vori läufig, bis zur Erscheinung der andern Hauptabtheilutiĝ, betrachtet werden kann: als ein Supplement zu den ausführlichen medicinischen Literatúrwerken von Haller, Ploucquet und Reuss,“ oder zu dem Jöcher-Adelung Rotermund’schen Gelehrten-Lexicon, und der Französischen, zum grossen Dictionaire des Sciences médicales gehörenden Biographie médicale welche neulich der Dr. Brüggemann zu Magdeburgi in einer abgekürzten - Deutschen Uebersetzung her: auszugeben angefangen hat. Der Plan des vorliegenden Werkes ist folgender:

1) Aufgenommen wurde alle diejenigen mir bekannt gewordenen Schriftsteller, sie mögen übrigens Aerzte oder Nichtärzte seyn, deren Schriften medi

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cinisch sind, oder überhaupt Gegenstände betreffen, die mit der Heilkunst in einer nähern Beziehung stehen; jedoch mit Uebergehung der rein naturwissenschaftlichen Disciplinen, der Naturgeschichte, Chemie und Physik, so wie auch im Allgemeinen der Veterinajrkunde, wenn nicht die Art der Bearbeitung oder ein specieller Gegenstand, für den Heilkünstler als solchen ein specielles Interesse hatte. Auch Verfasser, welche nur eine einzelne kleine Schrift oder eine einzige Abhandlung geschrieben haben, finden ihren Platz im medicinischen SchriftstellerLexicon, weil ohne dieses keine Vollständigkeit der Literatur möglich seyn könnte. Dagegen sind die nichtmedicinischen Schriften eines aufgenommenen Verfassers nicht namhaft gemacht : wenn aber die Titel solcher Schriften bereits von frühern Verfassern gesammelt waren, so wird auf diese hingewiesen.

a) In Ansehung der Inaugural-Dissertationen ist zu bemerken, dass in der Regel der Doctorandus, nicht aber der etwanige Praeses als Verfasser angenommen ist. Von Nordamericanischen Inaugural-Dissertationen, deren Titel ich aus dasigen Zeitschriften entlehnt habe, sind übrigens zufolge einer Note in Coxe's Philad, medical Museum (Vol. 5. 1808. Register p. 152), wenigstens in früheren Zeiten, nur wenige gedruckt worden, und lässt sich demnach erwarten, dass manche zumal ältere dieser von mir als Schriften aufgenommenen Dissertationen, nicht gedruckt sind.

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