Biologische Probleme: zugleich als Versuch zur Entwicklung einer rationellen Ethik

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Engelmann, 1884 - 238 sider
 

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Side 172 - Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend - das ist's!
Side 86 - Man kann figürlich sagen, die natürliche Zuchtwahl sei täglich und stündlich durch die ganze Welt beschäftigt, eine jede, auch die geringste Abänderung zu prüfen, sie zu verwerfen, wenn sie schlecht, und sie zu erhalten und zu verbessern, wenn sie gut ist.
Side 129 - Individuen bei den Protozoen im Sinne der Metazoen, und von diesen letzteren stammen die genannten Abstraktionen her. Ich kann hier nur wiederholen, was Rolph1) grade in bezug auf die Fortpflanzung der Einzelligen sehr gut so ausgedrückt hat: „Eine durchgreifende Klärung der Generationsfrage ist auf der Grundlage des Individuums und der Individualität nicht möglich, sondern nur auf der Grundlage der Kontinuität des lebenden Protoplasmas. Um überhaupt von Individuen reden zu können, müssen...
Side 53 - Zustande fordert, immer abhängig ist, so kann es niemals von Begierden und Neigungen ganz frei sein, die, weil sie auf physischen Ursachen beruhen, mit dem moralischen Gesetze, das ganz andere Quellen hat, nicht von selbst stimmen...
Side 130 - ... das Kind übergegangen, und Tod bedeutet immer den Uebergang von Protoplasma in einen leblosen, nicht mehr lebensfähigen Zustand, das heisst eine mehr oder weniger massenhafte Desorganisirung der organischen Materie. Stürbe bei dem Prozess der Zweitheilung die eine der Tochterzellen regelmässig ab, so würden wir diese sicher als die Mutter ansehen, aber da das nicht der Fall ist, so haben wir kein Recht vom Tode der Mutter zu reden. Es wäre denkbar, dass die ersten Geschöpfe sich dauernd...
Side 53 - Gesetze völlig gerne zu tun, so würde das soviel bedeuten als, es fände sich in ihm auch nicht einmal die Möglichkeit einer Begierde, die es zur Abweichung von ihnen reizte; denn die Überwindung einer solchen kostet dem Subjekt immer Aufopferung, bedarf also Selbstzwang, di innere Nötigung zu dem, was man nicht ganz gern tut.
Side 114 - Der Daseinskampf ist in Wirklichkeit ein Streben nach vermehrter Einnahme, nach Lebensmehrung, und unabhängig von dem jedesmaligen Nahrungsangebot; er findet jederzeit, also auch im Ueberflusse statt. Beschränkung des Nahrungsangebotes durch Mitbewerbung leitet die Fixirung der Art und eventuell das Seltenerwerden und den Untergang ein. Krankheit, Klima und directe Feinde sind die ausrottenden Factoren und müssen, je stärker sie wirken, um so günstigere Nahrungsverhältnisse...
Side 238 - Cultur auch ein Uebel enthält, dass jedes Gute uns auch etwas Schlechtes bringt, jede neue Tugend den Keim zu einem Bösen in sich trägt. Die moderne Humanität hat uns mit einer gedankenlosen Weichherzigkeit und Weichmüthigkeit, mit einer übertriebenen Sucht zu vergeben, beschenkt, welche kein geringeres Zeichen von Sittenverfall ist als Immoralität selbst; denn sie untergräbt einerseits das öffentliche Urtheil, das öffentliche Rechtsgefühl, während sie andererseits direct zur Unsittlichkeit...
Side 237 - Pessimismus , nur in etwas anderer Fassung. Es wäre Verblendung anzunehmen, dass der Mensch eine exceptionelle Stellung im Thierreiche einnehme. Er unterliegt gleichfalls dem Zwange, sich anzupassen, und hat die sichere Aussicht, unterzugehen, falls er das nicht thut. Sind doch nahezu regelmässig gerade die höchsten Thiere einer Epoche ausgestorben, während sich die neue Aristokratie der Fauna aus etwas tiefer stehenden Formen entwickelte , um dann allerdings die alte Aristokratie hinter sich...
Side 238 - Produete fast aller Länder auszunutzen. Im Gegensatz zum Thier schafft er in gewissen Grenzen seine eigenen Lebensbedingungen. Und trotzdem wird er dem Schicksal alles Sterblichen nicht entgehen, sei es dass eine neue Eiszeit oder etwa eine Wärmeperiode ihn zerstört, sei es dass seine eigene Natur oder die Consequenzen seiner eigenen Culturthätigkeit ihn endlich vernichten. Indem der Mensch die ganze Erde und ihre Producte und Productionsfahigkeit nur zu seinem eigenen Nutzen ausbeutet.

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