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117 Theopomp 140—143 Theophrast

118 Aristoteles? Theopomp? 144 Theophrast

119 Theopomp und Lykos 145 Aristoteles? Theophrast? 120—123 Theopomp 146 Theophrast?

124 Aristoteles? Theopomp? 147.148 Theophrast 125—127 Theopomp 149.150 Aristoteles? Theophrast?

139 Theophrast? 151 Theophrast,

an die sich noch der im 37n abschnitt citierte periplus des Hanno und (38) Xenophaues anschlieszen, die jedoch schwerlich als unmittelbare quellen dieser excerple zu betrachten sind.

Das résultat ist also ein viel weniger einfaches als das Rosesche (Ar. pseud. s. 280), nach welchem die abschnitte 1—77 mit ausnähme von 51,—60 aus Aristoteles oder Theophrast stammen, und 78—114, 130—136 aus Timaos, 137, 115—129, 138 aus Theopompos entnommen sind, und endlich wieder excerpte aus Theophrast folgen, man würde die autorschaft des Lykos und des Polykritos jedoch nur dann beseitigen, und 104. 105 nicht, wie es oben als im höchsten grade wahrscheinlich nachgewiesen, dem Theopomp, sondern dem Timaos zuschreiben können, wenn man annähme dasz dieser sowol Theopomp als Lykos und Polykritos an den betreffenden stellen ausgeschrieben hätte, eine annähme die durch nichts wahrscheinlich gemacht wird, höchstens für den schlusz des 105n abschnittes, der übrigens auch von dem s a ml er mit dem aus Theopomp stammenden excerpte verbunden sein könnte, warum sollte die sog. Aristotelische samlung weniger manigfallige bestandteile haben als die dem Autigonos zugeschriebene und selbst die des Kallimachos?

Nachweislich sind also nur namhafte Schriftsteller, von denen Timäos der jüngste ist, für den zweiten und hauptsächlichen bcslandteil unserer samlung benutzt worden, schwerlich jedoch direct, denn es ist nicht wahrscheinlich dasz jemand, der sich die nicht unbeträchtliche mühe gegeben aus den zusammenhängenden Worten mehrerer nalurhistoriker und geschiehtschreiber ihn interessierende dinge zu excerpieren, alle spuren seines fleiszes sowie die möglichkeit das wunderbare durch belegsteilen zu erhärten durch das verschweigen seiner quellen gänzlich beseitigt haben sollte, auch ist es klar dasz der anfang des 56n abschnittes Kai biÓTi етг! Tfjc oboö тг)с ele Сиракоисас Kprjvr] écrív, durch nachlässigkeit des letzten redactors, der sonst den ton von excerpten mit geschick zu vermeiden versteht, aus einem zusammenhange, in welchem der ursprüngliche samler seine quelle angegeben hatte, losgelöst ist. ob diese redaction aus einem Sammelwerke oder aus mehreren hervorgegangen ist, läszt sich nicht mit Sicherheit bestimmen; man musz sich bei dem in sich abgeschlossenen Charakter einzelner gruppeu der letzteren ansieht zuneigen, besonders die sich durch ihre ausführliehkcit und zum teil interessante ethnographische notizen auszeichnenden 61 excerple 78—138 scheinen eine gemeinsame quelle vorauszusetzen, ebenso wie die vorhergehenden, die zum groszen teil naturhistorischen inhalts sind.

Jedenfalls müssen die erwähnten 61 excerpte einer samlung von nicht geringer hedeulung — so weit man überhaupt die berechtigung solcher collectaiieen zugeben will — entnommen sein, und es ist schwer sich der hypothèse zu erwehren, dasz es die samlung des Kallimachos und zwar besonders deren buch Tiepi Tújv év TTeXoTtovvíícuj Kcù МтаXíct oaujiacújuv Kai napabóEiuv gewesen sein könne, denn wir wissen aus Amigónos15), dasz der inhalt der abschnitte 79. 113. 114.115.117. 119.121.125, und aus Stephanos (u. Kpawiúv), dasz der des 126n sich auch bei Kallimachos fand; sodann verdient es beachtung, dasz von den erwähnten 61 excerpten sich 35 auf Italien (mit einschlusz Illyriens und Liguriens) beziehen"), und endlich ist es von bedeutendem gewicht, dasz gerade bei Kallimachos sich, wie oben nachgewiesen, die Vermischung des von Theopomp und des von Lykos berichteten fand, der wir auch im 119n abschnitt unserer samlung begegnen.

Will man diesen drei momenten kraft genug zugestehen die hier aufgestellte hypothèse zu stützen, so wird man sich leicht auch zu der annähme bereit finden, dasz das 53e öle und 58e excerpt, die sich ebenfalls in der samlung des Kallimachos fanden (Antig. 156. 162. 131), desselben Ursprungs sind, und auch nicht abgeneigt sein das citat des periplus des Hanno und des Xenophanes (37. 38), quellen die von nicht gewöhnlicher belesenheit zeugen, dem gelehrten bibliothekar zuzuschreiben.

Wenn übrigens in dieser Untersuchung ein sicherer grund zur Würdigung dieses Sammelwerkes gelegt ist, so läszt sich nicht verkennen, dasz es eben nur der grund zu derselben ist: denn es ist mehr als wahrscheinlich, dasz über viele einzelheiten einer schrift, die mit so manigfachen gebieten der Wissenschaft des classischen altertums berührungspuncte hat, von mancher spcciellen seite aus bestimmter wird geurteilt werden können, als es für diese abhandlung möglich gewesen ist, die excerpte der verschiedensten art in ihren quellen zu ergründen suchte, jedoch dürfte schwerlich die zahl der quellen um ein bedeutendes zu vermehren sein, und ebenso wenig sich eine erheblich jüngere, als Timaos es ist, nachweisen lassen, für den innern werth dieser excerpte ist dadurch freilich nur ein äuszerer anhält gegeben, der jedoch der Beurteilung jenes notwendig zu gründe liegen musz. nach der glaubwürdigkeit, die man den betreffenden autoren für diese oder jene mitteilung aus äuszeren oder inneren gründen beimessen will, steigt oder sinkt auch der werth dieser abschnitte.

Für die grenzen dieser abhandlung möge es genügen schliesslich noch darauf hinzuweisen, dasz manche der vorliegenden excerpte noch

15) Ant. 172. 139. 136. 142. 173. 141. 137. die verschiedene anordnung erklärt sich daraus, dasz unsere samlung die excerpte im groszen und ganzen nach den Schriftstellern ordnet (79 Lykos, ebenso 113. 114; 115. 117. 119. 121. 125. 126 Theopomp), wahrend Antigonos dies princip verlassen hat. 16) 78—82. 85. 89—98. 100—114. 119. 128. 130. 132.

von den abschnitten 33—67 beziehen sich auf dieselben gegenden: 34. 37 (zum teil). 38. 40. 55. 56. 57.

nicht in gebührender weise für die fragmente der griechischen historiker ausgebeutet worden sind. so vermiszt man 104. 105 noch unter denen des Theopomp, unter die vielleicht auch 118. 124 aufzunehmen sind; ferner sind 115. 127 mit dem Müllerschen fragment 231 dieses schriftstellers in verbindung zu bringen; 130 fehlt noch unter denen des Lykos; 88 scheint die worte des Timäos viel ausführlicher und getreuer wiederzugeben als 30. 31 bei Müller; 53 endlich könnte für die fragmente des Phanias zu berücksichtigen sein. HAMBURG. HERMANN SCHRADER.

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